Plessner over niet-vooringenomen lezen

Een mooie passage waarin Plessner uitlegt waarom het zo lastig is lezers te vinden die niet vooringenomen zijn, en meteen een belangrijk probleem van het huidige academische onderzoek blootlegt:

Eine derartige Unvoreingenommenheit findet sich freilich niet allzu häufig. Auch der an kein besonderes wissenschaftliches System gebundene Leser hat für gewöhnlich die Neigung, nach dem Standpunkt, der Methode, mit einem Wort nach der Rubrik zu fragen, unter die er das Buch bringen kann. Er rechnet nicht mit die Möglichkeit, durch ein Buch zur Selbständigkeit des Denkens und Anschauens gebracht zu werden. Er will "Beiträge zu" etwas, was es schon gibt. Ein Buch über Lachen und Weinen? Nun, ein "Beitrag zur" Psychologie, Anthropologie, Existenzphilosophie, Lebensphilosophie! Er sieht Richtungen, Schulen, Abhängingkeitsverhältnisse, Schülerschaft, Lehrerschaft. Aber er sieht weder die Sache noch die Originalität. (Philosophische Anthropologie 1970, p. 30.)

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